
- Datum
- 20.10.2026
- Branche
- Versorgungswirtschaft
- Kontakt
- Anja Schmucker
PR Managerin
- Phone
- +49 731 9650 483
- anja.schmucker@wilken.de
Beim Wilken Utility Summit 2026 in Ulm diskutierten Vertreter aus Energiewirtschaft, Beratung, Wissenschaft und Technologie über die Geschäftsmodelle und Herausforderungen der kommenden zehn Jahre.
V. l.: Zoran Petrovic, Geschäftsführer Conuti GmbH; Bernd Reichelt, Geschäftsführer Stadtwerke SH; Dr. Tanja Utescher-Dabitz, Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW); Moderator Matthias Mett, Geschäftsführer von make better; Thomas Deeg, Geschäftsführung Stadtwerke Schwäbisch Hall; Prof. Dr. Dietmar Graeber, Technische Hochschule Ulm; Sven Garrels, Partner und Managing Director, Kearney
Quelle: MOZWO/Wilken GmbH | Download: JPG, 1MB
Rückblick Wilken Utility Summit 2026
Versorgungswirtschaft stellt die Weichen für 2036
Rückblick Wilken Utility Summit 2026
Versorgungswirtschaft stellt die Weichen für 2036
- 200 Teilnehmer aus Energiewirtschaft sowie Technologie- und Beratungspartnern diskutieren beim Wilken Utility Summit in Ulm über die Zukunft der Branche
- Podiumsdiskussion zeigt: Strategische Fokussierung und Kooperationen werden für Stadtwerke immer wichtiger
- Konkrete Anwendungsfälle für integrierte Prozesse, Automatisierung und KI in “Ecosystem Labs” von Wilken Partnerunternehmen
Ulm, 20. Oktober 2026. Welche Geschäftsmodelle werden Stadtwerke im Jahr 2036 verfolgen? Wie können sich Unternehmen in der Versorgungswirtschaft ihre Eigenständigkeit sichern und gleichzeitig die steigenden Anforderungen an Technologie, Organisation und Fachkräfte bewältigen? Zukunftsweisende Fragen wie diese standen im Mittelpunkt des Wilken Utility Summit 2026 am 8. Oktober in Ulm.
Rund 200 Teilnehmer aus Stadtwerken, Energieversorgungsunternehmen sowie Technologie- und Beratungspartnern diskutierten beim Wilken Utility Summit 2026 über die Zukunft der Energiewirtschaft. Die Veranstaltung machte deutlich: Strategische Fokussierung, Kooperationen und Automatisierung als Priorität werden entscheidend dafür sein, wie sich Versorgungsunternehmen in den kommenden Jahren aufstellen.
Den inhaltlichen Auftakt setzte Tobias Mann, Chief Customer Officer (CCO) der Wilken Software Group, mit seiner Eröffnungsrede „Anpfiff für die Zukunft“. Er stellte die Frage in den Mittelpunkt, was erfolgreiche Energieversorger im Jahr 2036 anders machen werden als heute. Sein Aufruf an die Teilnehmer: „Fokus, Mut und Mannschaft“ – klare Prioritäten setzen, Entscheidungen treffen und Veränderungen gemeinsam gestalten.
Stadtwerke 2036: Eigenständigkeit durch Kooperationen sichern
Wie Versorgungsunternehmen ihre Eigenständigkeit auch in Zukunft bewahren können, war eine der zentralen Fragen der Podiumsdiskussion „2036 – Wie sich der Energiemarkt verändern wird“. Dass die Diskussion neue Perspektiven eröffnete, zeigte eine interaktive Publikumsbefragung: Vor der Diskussion rechneten rund 70 Prozent der Abstimmenden damit, dass 2036 nur noch etwa die Hälfte der heutigen Stadtwerke eigenständig sein wird. Als am Ende der Podiumsdiskussion die Frage erneut gestellt wurde, lag dieser Anteil bei 52 Prozent, während der Anteil derjenigen, die mit dem Fortbestand der meisten Stadtwerke rechnen, deutlich anstieg.
Unter der Moderation von Matthias Mett, Geschäftsführer der make better GmbH aus Lübeck und Experte für digitale Transformation im Stadtwerke-Umfeld, diskutierten Vertreter aus Energiewirtschaft, Beratung, Wissenschaft und Technologie: Sven Garrels, Energiemarktexperte bei dem Beratungsunternehmen Kearney, plädierte dafür, dass Stadtwerke ihre Ressourcen gezielt auf wettbewerbsrelevante Aufgaben wie Netzeffizienz und Kundenangebote konzentrieren und standardisierte Backoffice-Prozesse verstärkt durch Kooperationen organisieren. Thomas Deeg, Geschäftsführer der Stadtwerke Schwäbisch Hall, konkretisierte, wie sich durch Spezialisierung und Kooperation neue Geschäftsmöglichkeiten erschließen lassen. Bernd Reichelt, Geschäftsführer bei den Stadtwerken SH, zeigte anhand seines Stadtwerkeverbunds, wie gemeinsame Leistungserbringung und kommunale Eigenständigkeit miteinander verbunden werden können.
Dr. Tanja Utescher-Dabitz, Leiterin Betriebswirtschaft, Sicherheit und Digitalisierung beim Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), beleuchtete die Finanzierung des steigenden Investitionsbedarfs und die Bedeutung verlässlicher regulatorischer Rahmenbedingungen. Prof. Dr. Dietmar Graeber von der Technischen Hochschule Ulm verdeutlichte, wie Marktmodelle und regulatorische Anreize den wirtschaftlichen Einsatz von Energiespeichern beeinflussen.
Zoran Petrovic, Geschäftsführer von CONUTI, betonte die Bedeutung integrierter Daten und Prozesse für den Einsatz Künstlicher Intelligenz. Erst wenn KI auf die notwendigen Informationen und Systemzusammenhänge zugreifen könne, ließen sich komplexere Aufgaben wie die fallabschließende Bearbeitung von Kundenanfragen automatisieren.
Ein wesentliches Ergebnis der Diskussion: Stadtwerke müssen Klarheit über ihre künftige Rolle schaffen und entscheiden, welche Aufgaben sie selbst übernehmen, welche Kompetenzen sie gezielt ausbauen und wo Kooperationen sinnvoll sind.
Kooperationen als Grundlage für die Transformation
Wie sich die Zusammenarbeit zwischen Energieversorgern und Technologiepartnern weiterentwickeln kann, beleuchtete Dominik Schwärzel, Chief Executive Officer (CEO) der Wilken Software Group, in seinem Inspiration Talk „Alleine gewinnen ist schwer“.
„Erfolgreiche Kooperation beginnt mit einer klaren Vorstellung der eigenen Stärken. Unternehmen müssen entscheiden, worauf sie sich konzentrieren und welche Aufgaben Partner besser übernehmen können. Entscheidend ist, dass aus dieser Zusammenarbeit durchgängige Prozesse entstehen, für die Verantwortung klar geregelt ist“, so Schwärzel.
Mit der Lösungsplattform GY unterstützt Wilken diesen Ansatz auch technologisch. Die Plattform verbindet betriebswirtschaftliche Kernprozesse mit spezialisierten Anwendungen des Partner-Ökosystems. Wilken übernimmt dabei die Verantwortung für die Integration und das Zusammenspiel der Lösungen entlang der gesamten Prozesskette.
Technologie, Menschen und Organisation im Zusammenspiel
Wie integrierte Prozesse in der Praxis aussehen können, zeigten die fünf Ecosystem Labs der Wilken Partner CONUTI, endios, epilot, IVU Informationssysteme und KISTERS. In interaktiven Sessions präsentierten sie konkrete Anwendungsfälle rund um KI-gestützten Kundenservice, digitale Kundenanwendungen, integrierte Vertriebsprozesse, Netzsteuerung und Energiebeschaffung.
Auch die menschliche Seite der Transformation war Bestandteil des Programms. Die Sportpsychologin Chiara Behrens de Luna, die unter anderem die deutsche U17-Fußballnationalmannschaft begleitet, zeigte, wie Führungskräfte und Teams unter Veränderungsdruck handlungsfähig bleiben.
Der Employer-Branding-Spezialist Jörg Schleburg ging der Frage nach, wie Stadtwerke angesichts des Fachkräftemangels und veränderter Kompetenzanforderungen Mitarbeitende gewinnen und langfristig binden können. Seine zentrale Botschaft: „Talente setzen nicht auf gute Werbung, sondern auf gute Arbeitgeber.“
Von der Zukunftsfrage zu konkreten Handlungsfeldern
Der Utility Summit 2026 zeigte, wie eng strategische, technologische und organisatorische Fragen in der Energiewirtschaft miteinander verbunden sind. Für Versorger kommt es darauf an, ihre Rolle im künftigen Markt klar zu definieren, Prozesse effizienter zu gestalten und neue Kompetenzen aufzubauen. Kooperationen und eine klare Verteilung von Verantwortung können dabei helfen, Veränderungen schneller umzusetzen und gleichzeitig einen zuverlässigen Betrieb sicherzustellen. Die zentrale Erkenntnis: Wer die Energiewirtschaft im Jahr 2036 erfolgreich mitgestalten will, muss bereits heute die Voraussetzungen dafür schaffen
Über die Wilken Software Group
Die Wilken Software Group ist Technologiepartner für Unternehmen und Organisationen innerhalb der kritischen Infrastruktur in Deutschland. Das 1978 gegründete Unternehmen beschäftigt über 720 Mitarbeitende. Zu den Kunden zählen mehr als 400 Unternehmen der Energie- und Wasserwirtschaft sowie rund 300 Organisationen aus dem Bereich Social & Healthcare, darunter zahlreiche gesetzliche Krankenkassen, kassenärztliche und kassenzahnärztliche Vereinigungen sowie soziale und kirchliche Einrichtungen. Wilken steht für zukunftssichere Softwarelösungen, ein starkes Partnernetzwerk und kontinuierliche Investitionen in Forschung und Entwicklung.
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Die Schulungsplattform: zentrale Anlaufstelle für Wilken Kunden, um Herausforderungen durch Fachkräftemangel und Regulatorik effektiv zu überwinden.
