Wechselwirkung zwischen Social Media und E-Mail-Marketing

So unterstützen sich Social Media und E-Mail-Marketing gegenseitig

Social Media hat sich als feste Marketing-Disziplin integriert und das auch zunehmend im B2B Segment. Wer Social Media im B2B Umfeld heute noch als unnötiges Übel von sich weist und nicht auf den Zug aufspringt, verpasst eine wichtige Chance sich als Unternehmen zukunftweisend zu positionieren, mit Kunden in Kontakt zu treten und schlichtweg am Markt präsent zu sein.

Leere Floskeln? Keinesfalls. Schauen wir uns nur einmal die Zahlen der gängigen Netzwerke für den B2B Bereich im deutschsprachigen Raum an (dieser umfasst Deutschland, Österreich und die Schweiz). Während Facebook mit 32 Millionen und Instagram mit 21 Millionen Nutzern an der Spitze liegen, weisen Xing und LinkedIn jeweils 16 Millionen und Twitter 12 Millionen Nutzer auf. Über alle diese Netzwerke erreichen Sie sowohl private als auch berufliche Nutzer. Naturgemäss liegt der Schwerpunkt bei Xing und LinkedIn im eher beruflichen Umfeld, bei Facebook und Instagram im eher privaten Umfeld und Twitter liegt sicherlich irgendwo dazwischen. Hinzu kommt, dass auch Einkäufer zunehmend auf sozialen Medien unterwegs sind, sich dort inspirieren und informieren lassen – denn vergessen Sie nicht – jeder Einkäufer ist auch Privatmensch und adaptiert seine privaten Vorlieben, wo möglich und hilfreich auch auf das berufliche Umfeld. Dieser Trend wird mit dem laufenden Generationenwechsel sicherlich zunehmen, genauso wie die Angst der unter 24-Jährigen zu telefonieren und den Austausch lieber auf WhatsApp oder anderen digitalen Kanälen laufen zu lassen. Das bedeutet, der althergebrachte Vertrieb rückt in den Hintergrund, persönliche Beziehungen werden zukünftig anders gelebt und wer demnach die Möglichkeiten der sozialen Medien nicht nutzt, um Vertrauen aufzubauen und sich mit spannenden Inhalten zu präsentieren, wird schlichtweg nicht mehr dabei sein.

Wir konnten Sie überzeugen? Dann stellt sich die Frage, wie Sie als B2B Unternehmen den Schritt in Richtung Social Media wagen, auf was sie achten sollten und wie Ihr Kanal bzw. Ihre Kanäle zu wachsen beginnen.

Es gibt unzählige Social Media Kanäle. Wichtig ist daher die richtige Auswahl, um Ressourcen optimal zu verteilen. Unsere Empfehlung für Sie ist – ohne vertiefende Analyse – LinkedIn, Instagram und ggf. Facebook. (Auf Facebook ist organisches Wachstum kaum noch möglich, jedoch könnte sich das Einrichten einer privaten Gruppe lohnen, um dort einer engen Community Rede und Antwort zu stehen.) Für den Aufbau eines erfolgreichen Social Media Accounts, der Follower gewinnt und schnellstmöglich eine signifikante Reichweite erzielt, sind herausragende Inhalte das A und O. Überlegen Sie sich vorher genau, was der Mehrwert ist, den Sie über Ihre Kanäle vermitteln möchten, wie die Bildsprache aussehen soll und wie die Tonalität gestaltet ist. Testen sie gerne unterschiedliche Dinge und lassen Sie sich von anderen Accounts inspirieren, versuchen Sie aber möglichst schnell, einen eigenen unverkennbaren Stil mit Mehrwert zu entwickeln. Auch ist es in der Regel wichtig die Funktionen, die Ihnen die Kanäle bieten, zu nutzen. Regelmässiges Veröffentlichen von Inhalten ist zudem auf allen Kanälen Pflicht, damit ihr Account von den Algorithmen aufgegriffen und ausgespielt wird.

Damit Sie als B2B Unternehmen gehört werden, kann es eine Strategie sein sich als Experte zu positionieren. Setzen Sie sich mit Fachbeiträgen in Form von Texten oder auch Videos und Podcasts als Experte auf Ihrem Gebiet durch. Veröffentlichen Sie wertvolle Gratisinhalte, für die potentielle Kunden gerne auf Ihre Kanäle kommen. Werden Sie ein so genannter Thought Leader. Umso relevanter und inspirierender Ihre Inhalte, um so einfacher wird das Netzwerken. Sie werden sehen, dass man Sie proaktiv kontaktieren wird, um einen Austausch unter vier Augen herzustellen. Und über die Zeit, werden sich hieraus neue Geschäftskontakte und Vertriebsoptionen ergeben.

Natürlich können Sie als Unternehmen auch mit Influencern zusammenarbeiten. Wie im B2C Bereich gibt es auch Influencer im B2B Umfeld, die die Leistung Ihres Unternehmens gegen Bezahlung Ihrer Community vorstellen. Das kostet Geld, mit dem richtigen Influencer ergeben sich aber spürbare Mehrwerte in Form von Wachstum auf den Kanälen und vor allem potentielle neue Kunden. Wichtig ist hierbei, dass die Kommunikation möglichst authentisch erfolgt und der Influencer mit seiner Community zwingend der Zielgruppe Ihres Unternehmens entsprechen.

Doch bei all seinen Vorteilen steht Social Media nicht autark da. In einer Welt, in der crossmediale Kommunikation an jeder Stelle betont wird, ist es wichtig zu überlegen, wie sich Social Media und Ihre sonstige Kommunikation z. B. das E-Mail-Marketing gegenseitig beeinflussen können. Denn während sie auf Social Media dem Algorithmus fremder Unternehmen „ausgeliefert“ sind, ist der Newsletter Ihr eigener Kanal, über den Sie schalten und walten können, wie es Ihnen beliebt. Nutzen Sie Social Media daher geschickt dazu, auch Ihre E-Mail Liste zum Wachsen zu bringen.

Das könnte zum Beispiel erfolgen, indem Sie auf LinkedIn ein spannendes Thema anteasern, die Lösungsfindung jedoch nicht ausführen. Verweisen Sie für die Auflösung auf Ihren nächsten Newsletter und einen Artikel, der dort veröffentlicht wird und das Thema aufgreift. Sie sehen, wie wichtig es für ein solches Vorgehen ist, wirklich spannende Inhalte mit Mehrwert zu entwickeln. Möchten Sie andersherum Ihren Newsletter dazu nutzen, um Ihre Social Media Kanäle zum Wachsen zu bringen, ist auch dies möglich. Drehen Sie den Mechanismus einfach um. Das „Spiel“ lässt sich also in beide Richtungen anwenden.

Als B2B Unternehmen eine Präsenz im Social Umfeld aufzubauen, ist keine Kür mehr, sondern Pflicht. Das Verhalten von Kunden im geschäftlichen Kontext verändert sich durch private Einflüsse und den schleichenden Generationenwechsel. Wer also zukünftig die Möglichkeiten von Social Media für sich nutzen möchte, sollte heute damit starten seine Präsenz aufzubauen. Denn auf den gängigen Plattformen Reichweite zu erzielen und damit Sichtbarkeit wird zukünftig nicht einfacher, sondern schwerer. Das E-Mail-Marketing kann dabei helfen, Social Media Kanäle wachsen zu lassen. Grundlage hierfür sind wirklich spannende Inhalte und im Idealfall Ihre Rolle als Thought Leader, damit der Mehrwert für Ihre Leser gross genug ist, zwischen den Kanälen zu wechseln.