So steigern Sie Ihre Newsletter-Anmeldungen

Der Newsletter ist eines der wichtigsten Tools, die Unternehmen zur Leadgenerierung und Kundenbindung zur Verfügung stehen. Die Adressen in organisch aufgebauten E-Mail Listen „gehören“ Ihnen als Unternehmen und ermöglichen Ihnen einen direkten Dialog mit Ihren Kunden – unabhängig von den Algorithmen und Vorgaben anderer Plattformen. Daher ist das Aufbauen einer eigenen Abonnentenliste für den Newsletter absoluter Pflichtbestandteil im Marketing-Mix.

Doch während es wenige Unternehmen gibt, bei denen die Abonnentenliste quasi von alleine wächst, bedarf es in der Regel eine gut durchdachte Herangehensweise und das Beachten einiger Tipps und Regeln, um Interessenten und Websitebesucher dazu zu bewegen, ihr doppeltes Opt-In für die Newsletter-Anmeldung zu geben. Die wichtigsten Tipps haben wir hier zusammengefasst:

1. Form follows function

Dieser Leitsatz gilt auch für den Newsletter - genauer gesagt für die Einbindung der Anmeldeformulare in Ihre Website. In der Regel werden diese als ein wenig störend wahrgenommen. Egal ob fest in die Seite eingebettet oder als Pop-Up Form, das Auge wünscht sich doch eine eher aufgeräumte und cleane Oberfläche und kein störendes Element wie ein Feld für eine Newsletter Anmeldung. Doch im Sinne Ihres Adresslistenwachstums, hat es für Sie keinerlei Vorteile, das Sign-Up Feld oder das Pop-Form versteckt und dezent zu gestalten. Gerade Inhalte, die auffallen – und vielleicht genau deshalb nicht so schön aussehen - sind oftmals effektiver d.h. Form follows function. Die Gestaltung Ihrer Sign-Up Forms hat nur einen Zweck – nämlich Anmeldungen zu generieren. Um herauszufinden was wirkt, hilft es Tests aufzusetzen (siehe nächster Punkt). Und wenn herauskommt, dass gerade die „grellen“ Elemente wirksam sind, dann ist das gut so.

2. Optische Gestaltung

Um Aufmerksamkeit auf die Sign-Up Forms für Ihren Newsletter zu lenken, hilft es in der Regel, optische Akzente zu setzen. Das können Farben wie ruhige Neontöne sein, aber auch sprachliche Akzente. Das Design entlang Ihrer Newsletter Journey sollte gleichzeitig einheitlich sein, sodass der Eindruck einer zusammenhängenden Newsletter-Journey entsteht. Sowohl Anmeldeformular, Opt-In Mail, als auch die Willkommensmail sollten wie aus einem Guss erscheinen. Das macht dem Auge Freude, wirkt professionell und vertrauenserweckend.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, welches Design das Richtige ist, gibt es in der Regel die Möglichkeit, unterschiedliche Designs in einem A/B Test einander gegenüber zu stellen. Dieses Vorgehen ist Gold wert, denn manchmal reichen schon kleine Veränderungen, um grosse Effekte zu erzielen, wie z.B. die Veränderung der Farbe des Anmeldebuttons oder eine leichte Änderung in der Sprache wie z.B. weg von einem „Jetzt anmelden“ hin zu einem „Ich möchte auch teilnehmen“. Mit A/B Tests erfahren Sie einfach, was für Ihre Zielgruppe am besten funktioniert.

3. Optionen für die Anmeldung

Typischerweise erscheint die Newsletter-Anmeldung auf der Unternehmenswebsite in Form eines Embedded- oder eines Pop-Up Forms. Doch haben Sie einmal überlegt, welche Möglichkeiten es über diesen Klassiker hinausgibt? Wir haben für Sie ein paar Beispiele zusammengefasst, die vielleicht die Fantasie anregen:

Social Media

  • Integrieren Sie in der Biographie Ihrer Social Media Kanäle den Hinweis auf Ihren Newsletter.
  • Weisen Sie auf den nächsten Newsletter in Ihrer Social Media Kommunikation hin und welche Vorteile auf die Abonnenten warten.

Kundenkommunikation

  • Sie haben eine regelmässige Kundenkommunikation z.B. in Form von Rechnungen? Integrieren Sie in Ihrer Signatur oder dem Footer von Dokumenten einen Hinweis auf Ihren Newsletter.

Content First

  • Exzellente Inhalte werden geteilt. Daher sollte es immer Ihr Ziel sein, den besten Content zu versenden, den Sie entwickeln können und bereit sind, frei zu verteilen. Damit steigen Ihre Chancen, dass der Newsletter weitergeleitet wird und sich auf diesem Weg neue Abonnenten auf Ihrer Liste einfinden.

Website

  • Schauen Sie noch einmal genau hin. An welchen Stellen auf Ihrer Website bieten Sie die Möglichkeit zur Anmeldung. Nur auf der Homepage? Die Sign-Up Option sollte im Idealfall auf jeder Seite in der Mitte und/oder am Ende eines Blogartikels erfolgen.

4. Eine klare Vorteilsargumentation

Bringen Sie die Dinge auf den Punkt. Im Idealfall versteht Ihr Newsletter-Interessent sofort und mit dem ersten Blick, welche Vorteile ihn erwarten, wenn er sich für den Newsletter anmeldet. Dazu ist eine kurze und knappe Formulierung hilfreich. Lassen Sie einfach die Vertriebsphrasen aussen vor.

Zusätzlich helfen Bullet Points. Was sind die wichtigsten drei Punkte, die Ihr Newsletter zu bieten hat? Zählen Sie sie plakativ auf. Vielleicht bieten Sie exklusive Informationen. Vielleicht gibt es eine Form „Gated Content“ bei Anmeldung wie ein E-Book, ein interessantes Whitepaper, den Zutritt zu einer Community usw. Lassen Sie sich etwas einfallen.

Vielleicht ist Ihr Themenpotpourri auch so gross, dass es Sinn macht, wenn Ihr Newsletter-Abonnent wählen kann. Denn nicht alle Inhalte dürften spannend sein. Auf diesem Weg lernen Sie noch mehr über die Interessen Ihrer Kunden und Leads. Gleichzeitig erhöhen Sie die Chance, dass sie bei Ihrem Newsletter angemeldet bleiben, da die Inhalte sie wirklich interessieren.

5. Und wie immer zählt das Vertrauen

So verlockend es auch ist: Verzichten Sie am Anfang auf das Abfragen zu vieler Daten. Umso mehr Felder der Kunde ausfüllen muss, umso mehr steigt die Wahrscheinlichkeit, dass er abspringt. Im Zweifel sollte die Angabe der E-Mail Adresse ausreichend sein.

Um das Vertrauen zu erhöhen, bietet es sich ausserdem an, noch einmal explizit darauf hinzuweisen, dass die Daten nicht weitergegeben werden, keine Kosten mit der Anmeldung verbunden sind und sich der Newsletter auch jederzeit wieder abbestellen lässt. Denn vergessen Sie bei allem eins nicht: Daten sind ein wertvolles Gut, das haben auch Kunden und Verbraucher verstanden. Hinzu kommt, dass Menschen ihre Daten nur sehr ungerne abgeben. Das hat als Konsequenz, dass Sie auf jeden Fall davon absehen sollten, Daten zu kaufen. Diese Option gibt es nach wie vor und sie erscheint verlockend. Doch im schlimmsten Fall stossen Sie damit unzählige Menschen vor den Kopf, die sich wundern, warum sich Ihr Newsletter in ihrer Inbox befindet. Werden Sie in solchen Fällen als Spam markiert und nicht geöffnet, registrieren dies die ISP und ggf. leidet Ihre Reputation.

E-Mail Marketing ist ein ausgesprochen starkes Werkzeug, das einen wichtigen Beitrag für Ihre Leadgenerierung leisten kann. Um schnell Erfolg zu haben, empfehlen wir, sich die unterschiedlichen Optimierungsansätze bewusst zu machen und nach und nach jeden einzelnen zu nutzen. Ausserdem sei gesagt: Auch wenn es länger dauert, lohnt sich das Aufbauen einer organischen Newsletterliste. Menschen, die sich dafür entschieden haben, Ihnen ihr Opt-In zu geben, haben dies aus Überzeugung getan. Nutzen Sie dieses Vertrauen, um exzellente Inhalte zu kommunizieren, Ihre Leser an sich zu binden und im besten Fall in Kunden zu verwandeln oder als Kunden zu halten.