Reaktivierung von inaktiven Newsletter-Abonnenten

Über den Verlauf der Zeit ist es vollkommen normal, dass die Zahl Ihrer inaktiven Newsletterleser zunimmt. Diese Entwicklung sollten Sie jedoch gut im Blick behalten. Denn zum einen verbrennen Sie Zeit und Geld, wenn Sie einen Newsletter versenden, der am Ende ohnehin kaum gelesen wird. Zum anderen erschweren Sie sich das Leben unnötig. Denn Newsletter, die nicht gelesen werden, werden von den ISPs (Internet Service Provider) erkannt. Im schlimmsten Fall leidet Ihre Absender-Reputation darunter und Ihre E-Mails werden blockiert. Daher ist es wichtig, dass Sie Ihre Empfängerliste regelmässig überprüfen, ggf. eine Reaktivierungskampagne fahren und im äussersten Fall inaktive Abonnenten aus Ihrer Liste löschen. Falls Sie sich zunächst für eine Reaktivierungskampagne entscheiden, lohnt es sich, folgende Punkte zu beachten:

Zeit für eine Analyse

Beginnen Sie mit einer Analyse Ihrer Mailingliste und schauen Sie sich an, welche und wie viele Empfänger inaktiv sind. Hierfür gibt es leider keine allgemeingültige Kennzahl. Am Ende hängt es z.B. davon ab, wie oft Sie Ihren Newsletter versenden und welche Zahlen für Sie relevant sind. Versenden Sie monatlich, dann macht es vielleicht Sinn, Nutzer als inaktiv einzustufen, die Ihre Mail in den letzten 3 oder auch 6 Monaten nicht geöffnet oder geklickt haben. Überlegen Sie sich also zunächst, welche Kennzahlen für Sie relevant sind und filtern Sie anschliessend Ihre Liste auf alle Kontakte, die diesen Kriterien entsprechen.

Auch sollten Sie noch einmal in eine Analyse einsteigen, die Ihnen aufzeigt, was Ihre Abonnenten ggf. dazu bringt, Ihre E-Mails zu ignorieren. Gibt es vielleicht ein Delta zwischen Ihrem Versprechen, das zu einer Anmeldung geführt hat und den tatsächlichen Inhalten, die Sie liefern? Versenden Sie vielleicht zu oft und wirken dadurch nervig? Oder versenden Sie zu selten und geraten dadurch in Vergessenheit, so dass sich der Empfänger wundert, warum er die Mail überhaupt bekommt?

Zeit für eine Reaktivierungskampagne

Nach der Analyse können Sie eine Reaktivierungskampagne aufsetzen. Diese hat in der Regel zwei Ziele: 1) Ihre inaktiven Abonnenten zurückzugewinnen und in aktive Leser zu verwandeln oder 2) Solche Abonnenten, die tatsächlich kein Interesse mehr an Ihrem Newsletter haben, zu identifizieren und aus Ihrer Liste zu entfernen.

Für eine Reaktivierungskampagne haben Sie unterschiedliche Bausteine, die Sie einsetzen können:

Bitten Sie um eine neue Bestätigung

Manchmal hilft schon die freundliche Frage nach einer erneuten Erlaubnis, ob jemand den Newsletter wirklich noch zugestellt bekommen möchte, um Klarheit zu erhalten. Fragen Sie Ihre inaktiven Leser daher doch einfach, ob es für Sie noch ok ist, wenn der Newsletter sie erreicht.

Machen Sie es Ihren Abonnenten dabei so einfach wie möglich, zu antworten. Versuchen Sie Ihre Frage geschlossen zu formulieren und mit einfachen ja/nein Buttons zu belegen. Bei der Frage nach dem Interesse am Newsletter könnten Sie so ganz einfach über das Feld „ja“ die Bestätigung einholen, dass ein Abonnent noch Interesse am Newsletter hat. Das Feld „nein“ können Sie hingegen direkt mit dem Link für die Abmeldung verbinden. So ist die Kontaktstrecke geschlossen und Ihr Abonnent und Sie selbst haben möglichst wenig Aufwand.

Bei der Gelegenheit können Sie ausserdem erfragen, ob die Empfängerdaten noch aktuell sind. Und um die Dringlichkeit für eine Antwort zu erhöhen, können Sie auch immer eine Deadline setzen, zu der geantwortet werden soll. Weisen Sie darauf hin, dass der jeweilige Abonnent nach Verstreichen der Deadline ohne Antwort aus der Liste entfernt wird.

Ihre Vorteile sind…

Verbinden Sie Ihre Erinnerungs-E-Mail mit der Möglichkeit, Ihre Abonnenten daran zu erinnern, was sie verpassen. Fassen Sie die Mehrwerte Ihres Newsletters noch einmal auf den Punkt gebracht zusammen. Bei der Flut an E-Mails, welche wir alle heutzutage erhalten, kann es hilfreich sein, jemanden daran zu erinnern, was er verpasst, wenn er Ihren Newsletter nicht öffnet und liest.

Freebies helfen (fast) immer

Um Ihre Leser zu reaktivieren, können Sie sich überlegen, regelmässig Freebies anzubieten. Rabatte, Gutscheine, Wettbewerbe, Gratisinhalte mit echtem Mehrwert sind Dinge, die in der Regel überzeugen. Achten Sie dabei darauf, dass Ihr Angebot einfach zu verstehen und zu konsumieren ist. Das gilt besonders für Gratisinhalte. Zu viel Komplexität schreckt ab.

Feedback ist Goldwert

Wenn Sie sich unsicher sind, ob Sie mit Ihren Inhalten noch den Nerv Ihrer Leser treffen, fragen Sie sie doch einfach im Zuge Ihrer Reaktivierungskampagne. Verknüpfen Sie ein digitales Umfrageformular in Ihrem Newsletter, das kurz und prägnant gehalten ist. Der Button zur Umfrage mit dem entsprechenden Call to Action sollte sofort ins Auge stechen. Und selbst, wenn Sie nur wenige Antworten erhalten, werden Ihnen diese bereits weiterhelfen.

Betreffzeile

Die Betreffzeile ist ein wichtiger Schlüssel dazu, ob Ihre Reaktivierungsmail überhaupt geöffnet wird. Hier liest man gerne den Satz „Wir haben Sie vermisst“. Dieser Satz übt im Zweifel ungewollt Druck aus und fühlt sich nicht angenehm an. Versuchen Sie es stattdessen mit einem Betreff, der auch hier wieder die Vorteile Ihres Newsletters bzw. Ihrer Nachricht aufgreift und Neugierig auf den Inhalt der Mail macht.

Technische Details

Es kommt immer wieder vor, dass Menschen Ihre E-Mail-Adresse ändern z.B. bei einem Jobwechsel. Daher lohnt es sich, im Newsletter die Möglichkeit zu einer Adressänderung prominent zu platzieren.

Auch der Unsubscribe-Link sollte einfach zu finden sein. Menschen, die Ihren Newsletter wirklich nicht mehr lesen möchten, sollten Sie nicht zurückhalten. Müssen diese auch noch nach der Abmeldung suchen oder ist diese zu kompliziert, laufen Sie Gefahr, dass die Abmeldung aufgeschoben wird. Stattdessen füllt sich Ihre Liste mit inaktiven Nutzern. Auch in diesem Fall gilt also der Satz „Reisende soll man nicht aufhalten“.

Und zum Schluss…

Am Ende Ihrer Reaktivierungskampagne steht der schmerzliche Prozess, Adressen zu löschen. Um diesen werden Sie nicht herumkommen. Damit es einfacher wird – denn niemand sieht seine Liste gerne schrumpfen – erinnern Sie sich an das oben beschriebene. Inaktive Kontakte verursachen ausschliesslich Nachteile, Ihre E-Mail-Reputation ist mehr wert als eine Liste toter Kontakte.

 

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