Audio Werbung – Werbung, aber zum Hören bitte!

Warum Audio Werbung immer beliebter wird

Audio Werbung kannte man lange nur aus dem herkömmlichen Radio. Die Streuverluste waren enorm. Dies hat sich durch die Möglichkeiten der Streamingdienste verändert – allen voran Spotify, SoundCloud, TuneIn und Deezer.

Unterstützt werden sie durch neue Technologien, die das Hörerlebnis zu einer Freude machen. Ob AirPods oder andere Bluetooth-Kopfhörer. Unterhaltung für unterwegs war noch nie so einfach und bequem. Unterwegs in der Bahn, auf dem Weg zur Arbeit, beim Sport etc. Mal eben etwas „hören“ macht mit diesen Möglichkeiten einfach Spass. Hinzu kommt die Individualisierung der Angebote. Denn Streamingdienste schaffen es, ihre Inhalte granular auszuspielen. Für jeden Geschmack gibt es einen eigenen Sender. Egal ob Comedy, Gothic, Jazz oder Meeresrauschen. Alles ist möglich. Allein dieses Vorgehen ermöglicht eine Zielgruppenaufsplittung, die vorher bei Audiowerbung nicht vorstellbar war.

Und wer bei all diesen Möglichkeiten vor Corona noch nicht im Audio-Fieber war, der ist es spätestens jetzt. Das zumindest belegen die Zahlen. Derzeit nutzt schätzungsweise jeder Zweite wöchentliche Online-Audio-Dienste. Bei den unter 30-jährigen sind es sogar 90%, die Streamingdienste nutzen.

 

Warum ist Audio aber gerade für KMUs interessant?

Anders als mit der klassischen Radiowerbung gibt es jetzt die Möglichkeit, Kampagnen zielgerichteter auszusteuern. Streuverluste werden auf diesem Weg minimiert und Budgets optimal eingesetzt. Damit das gelingt, spielt zum einen Geo-Targeting eine grosse Rolle. Hierbei handelt es sich um die ortsgenaue Ausspielung von Inhalten. Das ist gerade für kleinere Unternehmen, mit einem eingeschränkten lokalen Vertriebsradius, von Bedeutung. Auch demographische Daten oder Feinheiten wie Uhrzeit oder Wetter rücken immer mehr in den Vordergrund. Und wie oben erwähnt ist auch die Art der Inhalte, egal ob bei Musik oder Podcasts, ein wesentlicher Unterscheidungsfaktor zwischen den Zielgruppen, der nun immer stärker genutzt werden kann. Von ihnen lässt sich auf Interessen und Gruppen zurückschliessen und Werbung entsprechend ansteuern.

Vor allem im Bereich der Podcastwerbung hat sich in diesem Jahr viel getan. Während es in der Vergangenheit schwierig war, die Wirkung von Werbung innerhalb von Podcasts zu messen, haben sich in den letzten Monaten neue Möglichkeiten mit Blick auf das zielgruppengenaue Targeting bei Podcasts entwickelt. Zukünftig lassen sich z.B. bei Spotify Ad Impressions vorausplanen und das Targeting wird wesentlich genauer. Das zahlt sich aus. Durch einen zusätzlichen Anschub für Podcasts durch die Corona-Pandemie, haben sich die Werbeumsätze für Ads in Podcasts in 2020 gegenüber 2017 fast verdoppeln und damit knapp 76 Millionen Schweizer Franken erreichen.

Doch wie bei jeder Art von Kommunikation ist es auch bei Audio-Werbung wichtig, dass im Vorfeld genau überlegt wird, welche Nachricht transportiert werden soll. Die Botschaft sollte eindeutig sein und einen klaren Call to Action beinhalten. Audio, nur auf Grund seiner technischen Möglichkeiten, für das neuste Allheilmittel zu halten, wäre fatal. Das gleiche gilt bei der Erwartungshaltung an den Preis. Werbung bei Streaming-Anbietern ist nicht implementiert worden, um möglichst günstig zu sein, sondern um möglichst effektiv zu sein.