23.05.2011

ERFOLGREICHER PROJEKTSTART BEI DER ERZDIÖZESE FREIBURG

Die Erzdiözese Freiburg führt im Rahmen ihres Vorhabens "Verwaltung im Aufbruch" (ViA) ein neues EDV-System für das Finanz- und Rechnungswesen sowie für die Kosten- und Leistungsrechnung ein. Bereits in der ersten Januarwoche 2011 ist die Stufe 1 des Projektes produktiv genommen worden. Softwarepartner ist Wilken Entire aus Ulm.


Softwareprojekte brauchen Zeit. So ist es auch bei der Erzdiözese Freiburg, die von der Katholikenzahl her gesehen das zweitgrößte Bistum Deutschlands ist. In das Großprojekt sind das Bistum und rund 1.000 Kirchengemeinden eingebunden. Um eine geordnete Umstellung zu garantieren, wird nach einem Zeitplan vorgegangen, der mit Überschaubarem beginnt, um dann größere Ansinnen anzupacken.

Bis 2014 sollen alle Kirchengemeinden mit dem neuen System von Wilken Entire ausgestattet sein. Zuvor ist die Projektumsetzung im Bistum geplant – und zwar 2012. Begonnen wurde Mitte vergangenen Jahres mit den katholischen Stiftungen der Erzdiözese. Diese und noch weitere Körperschaften des öffentlichen Rechts sind bereits zum Jahresbeginn 2011 produktiv gegangen. Die Mitarbeiter des Erzbischöflichen Ordinariats arbeiten nun nach dem erfolgreichen Abschluss der ersten Projektstufe im neuen System von Wilken Entire. Bislang arbeiteten die Stiftungen auf der Grundlage einer Eigenprogrammierung, die in vielerlei Hinsicht nicht mehr zeitgemäß war. Dies gilt beispielsweise mit Blick auf die jetzt abgelöste kameralistische Buchhaltung, deren Ära zu Ende ist. Um eine exakte Kostenübersicht zu erhalten, ist eine doppelte Buchführung, die so genannte Doppik, erforderlich.

Finanzprojekt begleitet Change-Prozess

Die Modernisierung des Rechnungswesens bei der Erzdiözese Freiburg ist in einen übergreifenden Organisationsentwicklungsprozess eingebettet. „Wir wollen nicht einfach nur ein neues Rechnungswesen installieren”, berichtet Projektleiter David Gutmann. „Vielmehr geht es uns um eine Symbiose aus Inhalt und Finanzen.” Damit spricht er das interne Change-Management an, das mit Begriffen wie Zielkonzeptionen, Maßnahmen und Messgrößen Kommunikations- und Entscheidungs-vorgänge begleitet beziehungsweise begleiten soll. Im Mittelpunkt stehen die „Pastoralen Leitlinien”, bei denen es immer wieder um die Fragen „Was wollen wir?” und „Wie können wir es umsetzen?” geht. Gottesdienst, Jugendarbeit, Altenhilfe – dies alles kostet Geld. „Wir wollen auf unsere Inhalte finanzielle Antworten”, sagt David Gutmann, „und unsere Pastoralen Leitlinien mit Hilfe von Finanzzahlen in Handlungsfelder umsetzen.” Die jetzt eingeleitete Novellierung des Finanzwesens soll einen schnellen Überblick ermöglichen, auf dessen Grundlage Entscheidungen getroffen werden können.


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